Kupferspeicherkrankheit ...
Die Kupferspeicherkrankheit ist eine bei anderen Hunderassen schon lange bekannte erbliche Erkrankung ...
Die Kupferspeicherkrankheit ist eine bei anderen Hunderassen schon lange bekannte erbliche Erkrankung. Inzwischen ist auch bekannt, dass sie Labradore betreffen kann. Aus diesem Grund habe ich einen (KI generierten 🥰) Podcast erstellt, der den Stand der Forschung (Stand mitte 2025) zusammenfasst.
Wer noch mehr wissen möchte und dazu lesen möchte, den verweise ich gerne auf einen Artikel auf der Homepage von Leni Niehof-Oellers.
Der Podcast umfasst nicht alle Details des Themenkomplexes (credits an Wibke Gindler! 👍), sondern liefert einen ersten Überblick. Weiter Details zur Vererbung etc. finden sich in der FAQ unten.
Der Podcast ist als Experiment zu sehen und ich würde mich über Feedback ( greenfallow@gmx.de ) freuen, um so einschätzen zu können, ob diese Art der Wissensvermittlung für andere von Interesse ist.
Genotyp-Risiko-Matrix für Kupferakkumulatoin bei Labrador Retrievern
| ATP7B | ATP7A | Risiko für Kupferakkumulation | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| CT/CT | beliebig | Sehr hoch | Alle CT/CT Hunde in Studien erkrankten; ATP7A bietet nur minimalen Schutz. |
| n/CT | Wildtyp | Erhöht | Kein ATP7A-Schutz vorhanden. |
| n/CT | Mutiert | Mäßig erhöht | ATP7A-Mutation reduziert Risiko leicht. |
| n/n | Wildtyp | Gering | Niedrigstes Risiko, aber Erkrankung nicht ausgeschlossen. |
| n/n | Mutiert | Gering | Ohne ATP7B-Mutation kein schützender Effekt; bei sehr kupferarmer Ernährung theoretisch Kupfermangel-Risiko. |
FAQ zur Kupfer-assoziierten Hepatopathie (CAH) beim Labrador Retriever
1. Was ist Kupfer-assoziierte Hepatopathie (CAH) und warum ist sie für Labradore wichtig?
Die CAH ist eine Lebererkrankung, bei der sich übermäßig Kupfer in der Leber anreichert. Man kann sich die Leber als Filter vorstellen: sammelt sich zu viel Kupfer an, „verstopft“ der Filter – es kommt zu chronischen Entzündungen, Zelluntergang und letztlich zu schweren Leberschäden bis hin zum Tod. Beim gesunden Hund liegen die Kupferwerte < 400 mg/kg Trockengewicht; bei erkrankten Labradoren wurden Werte bis 10 000 mg/kg gemessen.
2. Was bedeutet die Abkürzung „CT“ bei einem Gentest für meinen Labrador?
„CT“ bezeichnet eine bestimmte Mutation (ATP7B:p.Arg1453Gln) im ATP7B-Gen, das für den Kupferstoffwechsel essenziell ist.
- n/n (Wildtyp): zwei normale Genkopien → geringes Risiko, aber CAH ist nicht ausgeschlossen.
- n/CT (heterozygot): eine normale und eine mutierte Kopie → erhöhtes Risiko.
- CT/CT (homozygot): zwei mutierte Kopien → sehr hohes Risiko; Studien zeigen fast immer pathologische Kupferansammlungen.
3. Welche Gene sind an der CAH beteiligt und wie wirken sie sich aus?
- ATP7B – Haupt-Risikofaktor: Variante wirkt additiv; mehr Kopien → höheres Risiko. Doch fast die Hälfte der erkrankten Hunde trägt die Variante gar nicht.
- ATP7A – möglicher Abschwächer: X-chromosomal; Effekt gilt als sehr gering.
- RETN – unklare Rolle: widersprüchliche Studienergebnisse.
- Gesamtbild: Bekannte Varianten erklären nur ≈ 12 % der erblichen Veranlagung → es müssen weitere, noch unbekannte Gene beteiligt sein.
4. Welche Rolle spielt die Ernährung?
Ernährung hat großen Einfluss: Hohe Kupferaufnahme (Futter, Wasser) fördert die Erkrankung. Kupferarmes, zinkreiches Futter kann die Darmaufnahme von Kupfer hemmen – oft normalisieren sich damit die Leberkupferwerte.
5. Wie wird CAH diagnostiziert? Reicht ein Gentest aus?
Nein. Der Gentest zeigt nur das Risiko. Einzige sichere Diagnose ist die histologische Untersuchung einer Leberbiopsie. Blut-Leberwerte können unterstützen, sind aber nicht beweisend.
6. Was sollte ich als Züchter beachten?
- Gentests nutzen: ATP7B & ATP7A vor Zuchteinsatz testen.
- Risikoverpaarungen meiden: keine Paarung zweier n/CT- oder CT/CT-Tiere.
- Umgang mit Trägern:
- CT/CT (reinerbig): sehr hohes Risiko; besonders bei Hündinnen Paarung gut abwägen.
- n/CT (mischerbig): nur mit ATP7B-freien Partnern (n/n) verpaaren.